Zu mir als Künstlerin
a b o u t m e a s a r t i s t
Ausbildung kurz / Education short
Muthesius Kunsthochschule Kiel
Universität der Künste Berlin
Humboldt Universität Berlin
University of Sydney
Ausstellungen kurz / Exhibitions short
Gut Salzau
Galerie Levantehaus Hamburg
Galerie im Élysée Hamburg
Grate Desert Gallery Sharm El Sheik
Zamalek House of Contemporary Art Cairo
Publikationen kurz / Publikation short
Never trust a curator
Das Heldenbild (Hochschule für Musik und Theater Hamburg)
Urbane Klanglandschaften im Kontext akustischer Situationen
Sarah-Felicitas, Lydia, Camilla
geboren in Hamburg
Meine künstlerische Laufbahn ebnete sich bereits recht früh. Erste Besuche an Aquarellkursen und Malerwerkstätten für Kinder bereiteten den Weg für eine frühe zeichnerische und handwerklich fundierte Ausbildung bei dem Hamburger Maler Christian Friedmeyer, dessen Schülerin ich im Alter von dreizehn Jahren wurde. Hier blieb ich bis zur Aufnahme meines Studiums für freie Malerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und lernte in der Klasse von Prof. Peter Nagel die grossen Flächen, Kräfte und Wirkungen der Farben kennen.
Nach meinem Vordiplom begab ich mich für einige Jahre eines Fernstudiums nach Ägypten, auf den Sinai und nach Kairo. Meine naturalistische Haltung zur Malerei habe ich dabei nie abgelegt und entwickelte insbesondere Vorlieben in der akribischen Landschaftsmalerei. Dabei interessierten und interessieren mich die Merkwürdigkeiten, das selten Wahrgenommene und ein Chaos an Details, die für mich eine besondere Haltung einer weniger typischen Landschaftsmalerei ausmacht. Oftmals kippt ein Bild in eine surreale Stimmung oder hinterlässt eine Merkwürdigkeit, die ich in meinen Bildern zu kultivieren versuche.
Nach meinem Diplomabschluss begab ich mich, nach einigen Jahren als freischaffende Künstlerin, für ein weiteres Studium an die Universität der Künste Berlin, und lernte am Institut für Kunst im Kontext bei Prof. Michael Fehr das Kuratieren und Museumsstudium zu verstehen. Diese rein theoretische Ausbildung brachte mir einen schier unerschöpflich fruchtbaren Boden an Gedankeneinflüssen die ich heute intensiv in meiner Malerei verwende.
Neben wahrnehmungstheoretischen Fragen zog es mich zusätzlich zum Studium der Philosophie an die Humboldt Universität Berlin, deren Lehre ich einige Semester folgte, bis ich mich für ein Stipendium an die University of Sydney nach Australien begab. Dort lernte ich ein weiteres Semester lang eine Vielzahl neuer Methoden der Glasbildkunst, Photographie und des keramischen Handwerkes kennen. Mein eigentliches Anliegen war jedoch die akustische Vermessung der Stadt, welche einen Teil meiner Masterarbeit ausmachte und deren Vollendung ich in einer wissenschaftlichen Arbeit an der Universität der Künste Berlin, 2013 vorlegen konnte. (postgradualer Master)
Mein grosses Interesse in der Vielschichtigkeit der künstlerischen Arbeitsmöglichkeiten brachte mich zu diversen Ausdrucksmethoden. So habe ich neben wissenschaftlichen Texten auch immer wieder den Weg zur Akustik genommen, sowohl in ihrem grundsätzlichen Verständnis als auch in der Musik. Einige Jahre besuchte ich Vorlesungen an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg um meinen Gedanken und Ideen immer neuen Einflüssen auszusetzen.
In dieser Zeit nahm ich meine Promotion über das Thema Entitäten der Stille auf, einer Arbeit zur akustischen Anthropologie, die mich jedoch immer weiter von meinen künstlerischen Ansätzen entfernte und deren Weiterführung und Vollendung ich am Ende schuldig blieb. So fand ich letztlich meinen Weg erneut in die Malerei.
Doch eben diese unterschiedlichen Auseinandersetzungen mit den Künsten sind es, die mir heute ein offenes Gedankenwerkzeug des Arbeitens ermöglichen. Allein dieser Zustand ist alles was ich von meinem künstlerischen Schaffen erwarte.
Felicitas Koch
Sarah-Felicitas, Lydia, Camilla
born in Hamburg
My artistic path began to take shape at an early age. Initial experiences in watercolor courses and children’s painting workshops paved the way for a formative education in drawing and craftsmanship under the Hamburg painter Christian Friedmeyer, whose student I became at the age of thirteen. I remained in his studio until I began my studies in Fine Art at the Muthesius Academy of Fine Arts in Kiel, where, in the class of Professor Peter Nagel, I encountered the expansive planes, energies, and expressive power of color.
After completing my Bachelor diploma, I spent several years in Egypt, on the Sinai Peninsula and in Cairo, pursuing independent study. Throughout this time I maintained my naturalistic approach to painting and developed a particular affinity for meticulous landscape painting. What fascinates me are the peculiarities of landscapes—the overlooked, the rarely perceived, and the chaotic abundance of detail. These elements form, for me, the essence of a less conventional approach to landscape painting. Often a painting drifts into a subtly surreal atmosphere or leaves behind a lingering sense of strangeness, a quality I consciously cultivate in my work.
Following my Master graduation (Diploma) and several years as an independent artist, I undertook further studies at the Berlin University of the Arts. At the Institute for Art in Context, under Professor Michael Fehr, I engaged with curatorial practice and museum studies. This predominantly theoretical education opened an almost inexhaustible field of intellectual influences that continue to inform my painting today.
Alongside questions of perception, I was drawn to the study of philosophy at Humboldt University in Berlin, whose lectures I attended for several semesters before receiving a scholarship to the University of Sydney in Australia. There I explored a wide range of artistic techniques, including glass art, photography, and ceramic craft. My primary interest, however, lay in the acoustic surveying of the city, which became part of my master’s thesis and was later completed in a scholarly work submitted to the Berlin University of the Arts in 2013. (Post Master)
My interest in the multifaceted possibilities of artistic practice has led me to experiment with a variety of modes of expression. Alongside academic writing, I repeatedly turned to acoustics—both as a field of inquiry and as a musical practice. For several years I attended lectures at the Hamburg University of Music and Theatre, exposing my thinking to new influences and perspectives.
During this time I also began work on a doctoral project entitled Entities of Silence, an investigation into acoustic anthropology. Yet the project gradually carried me further away from my original artistic concerns, and its continuation ultimately remained unfinished. In the end, I returned to painting.
It is precisely these diverse encounters with the arts that today allow me to work with an open and flexible instrument of thought. This state alone is what I seek from my artistic practice.
